Australische Bundesstaaten
Rivalität zwischen den australischen Bundesstaaten
Die australischen Bundesstaaten sind kulturell und landschaftlich ziemlich verschieden. Aufgrund ihrer Einzigartigkeit halten die Einwohner stets ihren Bundesstaat für den besten im Land. Besucher, die während einer Unterhaltung Positives über eine andere Hauptstadt sagen, werden die Rivalität schnell zu spüren bekommen. Um einer unangenehmen Situation aus dem Weg zu gehen, sollten es Besucher es generell vermeiden mit Einheimischen über die Vorteile anderer Regionen zu sprechen.
Die Sydneysider glauben, dass sie die besten Strände, den schönsten Hafen und das beste Klima im Land haben. Sie hassen Melbourne und blicken auf die Menschen dort herab. Einwohner von Sydney, die schon mal in Melbourne waren, sagen, dass es dort immer regnet und das Beste wäre der Hume Highway, der zurück nach Sydney führt. Sogar die Polizisten von New South Wales rivalisieren mit ihren Kollegen aus Victoria. Sie behaupten ihre Kollegen aus dem Süden würden im Ernstfall zu schnell abdrücken.
Die Gesetzeshüter aus Victoria werfen dafür die Polizei von New South Wales Korruption vor. Ansonsten sind Menschen aus Melbourne und Umgebung auch nicht gut auf Sydney zu sprechen. Sie meinen ihre Geisteshaltung und ihr Stil wäre den Sydneysidern um Meilen voraus. Im Gegensatz zu Sydney wurde Melbourne immerhin von freien Siedlern und nicht von Sträflingen aufgebaut. Die Menschen aus Melbourne schauen auf Bewohner aller anderen Hauptstädte herab und versuchen Sydney so gut es geht zu ignorieren. Touristen sollten niemals sagen, dass sie vorher dem Besuch Melbournes in Sydney waren.
Die Queenslander denken, sie hätten das perfekteste Wetter und die besten Strände im Land. Sie mögen ihre Nachbarn im Süden, die „mexicans“ aus New South Wales nicht. Alles was „south of the border“ liegt, ist ihnen nicht gut genug. Wer mit dem Campervan die Ostküste entlang fährt, sollte im Gespräch mit Queenslandern unterstreichen, die Küste von New South Wales nur „passiert“ zu haben. Die Nachbarn der Queenslander, Menschen aus Northern Territory kümmern sich gar nicht um andere Bundesstaaten. Der Rest Australias ist ihnen so gleichgültig, dass es fast schon beängstigend ist.
Adelaide gilt als bieder und ruhig. Sydneysider und Melbourians meinen arrogant, es sei dort so langweilig wie auf einem Begräbnis. Die Menschen aus South Australia haben den Ruf, ziemlich eingebildet und versnobt zu sein. Sie fragen sie nicht nach der Herkunft oder dem Beruf des Gegenübers, sondern erkundigen sich nach der Schulbildung. Die Einwohner von Adelaide wehren sich jedoch gegen diese Anschuldigungen. In Western Australia genießen die Menschen ihre Isolation und sie sind stolz darauf, der einzige finanziell unabhängige Staat zu sein. In Perth will man nichts von den „wise men from the East“ wissen.
Alle Australier sind sich darüber einig, dass Canberra eine künstliche Roboterstadt ist, wo Menschen auf Knopfdruck erscheinen und rund um die leeren Gebäude laufen. Viele behaupten auch, dass Canberra zwar hübsch angelegt, jedoch menschlich gesehen leer sei. Den Einwohnern wird außerdem vorgeworfen, sie würden sich auf ihre Jobs bei der Regierung oder anderen staatlichen Organisationen zuviel einbilden. Die Menschen in Tasmanien gelten als die friedlichsten Australier. Sie behandeln alle ihre potenziellen „Rivalen“ freundlich, werden jedoch trotzdem ständig und überall vergessen.
Viele dieser Anschuldigungen sind Klischees und treffen nicht auf jeden Einwohner dieser Regionen zu.

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